Brutalismus: Architektur mit knallhartem Design aus den 60er Jahren

Brutalisme : l'architecture au design badass des années 60 - Aire

Wir alle sind diesem Urbex- und Street-Art- Fanatiker mindestens einmal im Leben begegnet. Er verbringt seine Wochenenden damit, auf der Suche nach architektonischen Juwelen umherzuwandern. Seine größte Liebe gilt dem Brutalismus: dem knallharten Design der Architektur der 1960er Jahre.

Was ist Brutalismus? Architektur oder Design?

Brutalismus ist eine Architekturbewegung, die sich aus monumentalen Betonkonstruktionen zusammensetzt. Bäm! Das Wort hat immer seine Wirkung. Es ist so stilvoll, dass Flavien Berger sogar ein Lied darüber geschrieben hat.

Aber geht es dann um Design?

Der Brutalismus war zwischen den 1950er und 1970er Jahren ein sehr beliebter Architekturstil. Er zeichnete sich durch die Wiederholung geometrischer Formen, den Verzicht auf Ornamente und Beton in Hülle und Fülle aus. Hier ein kurzer Überblick über die einst turbulente Liebesbeziehung zwischen Beton und Design.

Brutalismus-Architektur: Brutalismus: Badass-Design der 60er

Von Beton bis Brutalismus: Badass-Architekturdesign der 60er

Beton wurde in der Antike von den Römern entdeckt und geriet im Laufe der Zeit in Vergessenheit. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte er sich erneut, beispielsweise in Form von Stahlbeton (Big Up Bagarre, wir lieben dich). Das Rezept ist nicht sehr kompliziert: Einige Zuschlagstoffe (Sand, Stein, Kies), etwas Zement (Kalkstein und Ton), Wasser, alles in einen großen Mischer geben, vermischen und fertig ist Beton! Kurz gesagt: ein sehr beliebtes Material, da es dicht, fest und preiswert ist.

Atypische Architektur

Die brutalistische Architekturbewegung entstand in den 1950er Jahren. Die Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs hatten bereits ihren Tribut gefordert. In England und Deutschland waren fast 70 % der Städte dem Erdboden gleichgemacht. Doch nun galt es, wieder aufzubauen, und zwar möglichst schnell und kostengünstig. Endlich war die Blütezeit des Betons gekommen! Architekten verliebten sich nach und nach in Beton und seine raue Seite. Beton konnte alle möglichen Formen annehmen, und seine Textur führte zu einer ganzen Architekturbewegung: dem Brutalismus und seinem Design. Einer der berühmtesten Vertreter dieser Bewegung war der gute alte Le Corbusier. Er ist vor allem für die Strahlende Stadt Marseille bekannt (Baujahr 1947).

Brutalismus Architektur und Design - Aus Rotterdam, Niederlande - Brutalismus

Brutalismus: Die krasseste Architektur und das krasseste Design des Jahrhunderts

Brutalismus ist ein Stil, der einen Bruch mit kultivierteren Bewegungen wie den Beaux-Arts darstellt. Der abrupte Stil des Brutalismus und seine Betonkonstruktionen sind kompromisslos. Seine physikalischen Eigenschaften in Bezug auf Textur, Farbe und Benutzerfreundlichkeit ermöglichen jedoch jede Art von kreativem Wagemut. Architekten spielen mit Formen, und die daraus resultierenden Monumente ähneln monströsen Schlachtschiffen. Sie verkörpern das Selbstvertrauen und die Macht der Nationen. Brutalismus ist kompromisslos: Es ist der krasseste Stil des Jahrhunderts.

So übernehmen die etwas düsteren Eigenschaften des Brutalismus die Oberhand. Unser Blick nimmt sie daher als Mängel wahr. Schließlich assoziieren wir ihn mit Bunkern oder sogar mit kommunistischer Architektur , die sich durch unattraktive, graue und reizlose Gebäude auszeichnet. Wir machen ihn für den Bau großer Vorstadtsiedlungen verantwortlich. Dem Brutalismus wird daher vorgeworfen, Städte zu entstellen und soziale Gewalt zu fördern. Wir erinnern uns dann nur an die Verwendung von Beton und vergessen vor allem die Schaffung futuristischer Formen, die ihn charakterisieren.

Brutalismus-Architektur mit knallhartem Design – San Diego

Brutalismus-Architektur und rohes Design der 60er Jahre

Erst im 21. Jahrhundert und mit der Zerstörung brutalistischer Gebäude wurde Historikern und Architekten deren kulturelle Bedeutung bewusst. Seitdem stehen einige brutalistische Gebäude unter Denkmalschutz. Manchmal werden sie saniert: „Was als utopisches Projekt begann, das darauf abzielte, neue öffentliche Gebäude mit modernsten Techniken zu entwerfen, ist anscheinend gescheitert. Es sind nur hässliche, unmenschliche Gebäude entstanden, die für ihren Zweck ungeeignet sind. Diese Gebäude, die einst als Monstrositäten galten , sind heute nationale Schätze.“ , schreibt die britische Zeitung The Telegraph.

Kurz gesagt, visionär, seit mehreren Jahren aller Übel beschuldigt, ist Brutalismus die Architektur mit knallhartem Design der 60er Jahre. Es hat heute viele Fans und inspiriert sowohl die Innenarchitektur als auch Alltagsgegenstände. Wir bei Aire würden das nicht anders behaupten!

Brutalistische Architektur mit knallhartem Design – Ilinden-Denkmal, Mazedonien.
Diese Bewegungen und Formen inspirieren uns. Ich hoffe, Ihnen hat dieser Spaziergang durch das Land des Brutalismus und des Designs gefallen! Teilen Sie uns gerne Ihre Kommentare am Ende dieses Artikels mit!

Bis bald!

1 Kommentar

Merci pour cet article qui est très intéressent.
Nous voudrions acheter un appartement à Marseille qui est bâtis en 1960, même il a une histoire.
Donc il se trouve au dessus du port du Vallon des Auffes. Il y a eu les résistances pour le construire le grand bâtiment 500 appartements. Je me suis interprétée que d’en autre côté du Brutalisme,
c’a été nécessaire pour accroissement de la population dans l’époque.
Cordialement

Miwako Frotscher

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